Alles, was du über E-Bikes in Liechtenstein wissen musst

E-Bikes haben unsere Strassen erobert und das mit gutem Grund: Man ist schneller, kann jede Strecke überwinden und sorgt so für mehr Bewegung an der frischen Luft. Was viele aber nicht wissen: Erst mit 14 darf man ein E-Bike fahren.

aha-Jugendreporter Johannes

Was ist der Unterschied zwischen einem 25er und 45er E-Bike?

Im Grossen und Ganzen wird zwischen zwei verschiedenen Arten von E-Bikes unterschieden: den „normalen“ E-Bikes und den „schnellen“ E-Bikes. Der grösste Unterschied liegt in der Leistung der E-Bikes. Das normale E-Bike unterstützt nur bis 25 km/h, das schnelle bis zu 45 km/h. In anderen Worten: Das normale E-Bike hat maximal 500 Watt und das schnelle maximal 1000 Watt. Doch auch hinsichtlich der Verkehrsvorschriften unterscheiden sich die beiden Typen. Beim 45 km/h E-Bike sind ein Helm, ein Rückspiegel, ein spezielles Licht, eine Klingel, eine Nummerntafel mit einer Haftpflichtversicherung, eine Typengenehmigung und ein Fahrzeugausweis vorgeschrieben. Dagegen sind beim normalen E-Bike nur Beleuchtung und eine Klingel vorgeschrieben. Allerdings sind weitere Vorsichtsmassnahmen wie beispielsweise das Tragen eines Helms oder ein Rückspiegel empfohlen.

Braucht man eine Fahrerlaubnis?

Im Generellen darf man in Liechtenstein erst ab 14 Jahren E-Bikes fahren. Beim schnellen E-Bike ist in jedem Fall ein Führerschein der Klasse M (ugs. Mopedschein) erforderlich. Diesen kann man ab dem Alter von 14 Jahren beim Amt für Strassenverkehr in Vaduz ablegen, indem man eine Theorieprüfung macht. Beim normalen E-Bike ist es etwas komplizierter. Zwischen 14 und 16 Jahren ist ebenfalls ein Führerschein der Kategorie M benötigt, sobald man 16 Jahre oder älter ist, wird kein Führerschein benötigt.

Welches E-Bike kaufe ich mir?

Wer ein neues E-Bike kaufen möchte, wird als Erstes feststellen, dass es eine sehr grosse Auswahl gibt. Vor dem Kauf sollte man sich einen Überblick verschaffen und sich sorgfältig überlegen, welches E-Bike am besten zu den persönlichen Bedürfnissen passt. 

Man unterscheidet auch hier zwischen verschiedenen Arten:

Als Erstes ist das City-Bike zu nennen. Das ist ein Velo, das normalerweise mit einem Gepäckträger mit Korb und/oder einem Lenkerkorb ausgestattet ist. Ausserdem verfügt es über einen Fahrradständer. Es besitzt zwar eine Federung, diese ist aber nicht für waghalsige Aktionen ausgelegt. Die Reifen sind weder besonders schmal noch breit. Deswegen ist das Velo nicht dafür ausgelegt, besonders schnell oder in schwierigem Gelände zu fahren.  Wenn man das Velo aber als Transportmittel für Schultasche, Einkäufe etc. braucht, dann ist das City-Bike die perfekte Wahl.

Das zweite Velo ist das E-Mountain- Bike. Dieses Velo besitzt eine sehr gute Federung, breite Reifen und einen sehr stabilen Rahmen. Dadurch ist es bestens für jegliches Terrain geeignet und man kann sogar kleine Tricks wie Sprünge oder Drops machen. Dafür muss man in den meisten Fällen auf einen Gepäckträger, einen Fahrradständer oder sogar eine Anhängerkupplung verzichten.

Zuletzt gibt es noch das E-Rennvelo. Dabei handelt es sich um ein sehr schlichtes Bike, das sich in erster Linie auf Geschwindigkeit konzentriert. Dafür hat es schmale Reifen, keine Federung und keinen Gepäckträger oder Fahrradständer. Dadurch eignet sich das Velo am besten, wenn man sehr schnell auf präparierten Strassen unterwegs sein möchte und dabei höchstens einen Rucksack bei sich hat.

Natürlich sind diese Abgrenzungen nicht absolut; es gibt auch Mischformen, wie z.B. das Touring-Bike oder das Gravel-Bike. Diese Bikes kombinieren die Eigenschaften der vorgestellten E-Bike-Typen.

Wo kaufe ich mir mein E-Bike?

Selbstverständlich gibt es mittlerweile auch schon einen Onlinemarkt für E-Bikes. Trotzdem empfiehlt es sich, einen Fahrradhändler aufzusuchen. Dieser kann einen nämlich sehr gut beraten und am besten abschätzen, welches E-Bike am geeignetsten wäre. Ausserdem hat man damit eine Ansprechperson, wenn das Velo den jährlichen Service braucht oder repariert werden muss.

Beispiele für Velohändler in Liechtenstein wären:

Ein weiterer Vorteil ist, dass wenn man in Liechtenstein wohnt und seinen Helm bei einem Liechtensteiner Fahrradhändler kauft, gibt es eine 50 Fr. Rabatt.

Wo fahre ich am besten Velo?

Meistens eignet sich in Liechtenstein der Rheindamm am besten, wenn man mit dem Velo unterwegs ist. Er ist asphaltiert und grossteils autofrei. Trotzdem hat Liechtenstein ein weitaus ausgeprägteres Fahrradnetz mit vielen interessanten Touren für jegliche Schwierigkeitsgrade. Diese findet man auch auf der Webseite des Liechtenstein Tourismus: Fahrrad- und Mountainbike Touren in Liechtenstein

Sehr hilfreich ist auch die App Komoot. Komoot ist ein Routenplaner und Navigationssystem, welches speziell für Fahrradfahrer und Wanderer ausgelegt ist. Komoot verfügt schon über eine grosse Anzahl von Routenvorschlägen, jedoch kann man mit Komoot auch eigene Routen planen. Während der Tour funktioniert dann Komoot wie ein Autonavi und kann einem somit ansagen, wo man abbiegen muss. Ausserdem kann man mithilfe von GPS seine Tour aufzeichnen lassen. Wenn man Fotos während der Tour macht, kann man in Komoot im Nachhinein sehen, wo man diese aufgenommen hat. Zum Schluss gibt es dann noch die Möglichkeit seine Tour mit anderen Komoot Nutzern zu teilen. So kann man sich gegenseitig Anregungen für neue Touren holen. In der Normalversion ist Komoot kostenlos, man muss sich nur anmelden. Wer aber mehr will, kann sich auch Upgrades kaufen.

Quellen:

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