Mein Name ist Mia Sophie Schwendener. Genau vor einem Jahr stand ich im Auswahlverfahren
für die fünfjährige Ausbildung zur Elementarpädagogin in Feldkirch. Obwohl ich die
Aufnahmeprüfung bestanden hatte, erhielt ich eine Absage der Bildungsanstalt. Für mich war das
zunächst ein Rückschlag, doch meinen Traum, mit Kindern zu arbeiten, wollte ich nicht aufgeben.
Mit Unterstützung des aha und der beherzten Hilfe von Andrea Strobl-Elmer fand ich schliesslich
meinen Platz im Sprachförderkindergarten des hpz in Schaan.
Seit August 2025 bin ich offiziell Teil des Teams und wurde von Anfang an herzlich und offen
aufgenommen. Mein Arbeitstag beginnt mit Vorbereitungen, bevor die Kinder mit den Bussen
eintreffen. Danach folgt unser gemeinsames Morgenritual. Kreatives Arbeiten und Spielen haben
ebenso ihren festen Platz wie das Erarbeiten unterschiedlicher Themen mit den Kindern. Da ich
in einem Sprachförderkindergarten tätig bin, hat jedes Kind individuelle Anforderungen, die wir
unterschiedlich begleiten, sei es durch unterstütze Kommunikation oder durch die 1:1 Betreuung
von Kindern im Autismus Spektrum.
Mein Alltag ist vielseitig: Vom Mittagstisch über Zähneputzen und Händewaschen bis hin zu
Aktivitäten im Freien bei Wind und Wetter bin ich den ganzen Tag für die Kinder da. Besonders
Freude bereitet mir die Planung der Turnstunden, da ich selbst im Turnverein Balzers aktiv bin.
Auch die Schwimmlektionen darf ich mitbetreuen. Jeden Mittwochnachmittag stehen Module,
die durch das aha organisiert werden, auf dem Programm, die Abwechslung in den Alltag bringen.
Für jedes Interesse gibt es passende Angebote, für mich waren besonders spannend das richtige
Lernen, der Nothelferkurs und das Thema Konfliktlösung. Viele Inhalte lassen sich direkt im Alltag
anwenden.
Mein Freiwilliges Soziales Jahr ist eine wertvolle Zeit, in der ich persönlich wachsen darf. Es hat
mir bestätigt, dass ich meinen Weg mit Kindern weitergehen möchte. Deshalb habe ich mich für
eine Lehrstelle beim hpz beworben und durch Verena Ramsauer die Möglichkeit erhalten, die
Ausbildung zur Fachfrau Betreuung für Menschen mit Beeinträchtigung im August zu beginnen.
Ich bin dankbar, dass ich meinen Traum weiterleben darf und mein Leitmotiv „Kinder sind Gäste,
die nach dem Weg fragen“ bewusst in meinen Alltag einbringen kann.



