Jugendliche aus Belgien, Luxemburg und Liechtenstein, intensive Zusammenarbeit und neue Erfahrungen: Die Formation Transfrontalière in Trier war für mich eine bereichernde Woche. Ich konnte aktiv mitarbeiten, neue Kulturen kennenlernen und meine Kommunikationsfähigkeiten stärken.

Am Sonntag, dem 5. April, reiste ich gemeinsam mit Junus zur Formation Transfrontalière nach Trier. Um 12:33 Uhr fuhr unser Zug los. Uns stand eine lange Anreise bevor. Insgesamt waren wir etwa 8 Stunden unterwegs und mussten dreimal umsteigen. Die Fahrt war teilweise anstrengend, vor allem durch das Umsteigen, aber wir haben uns die Zeit mit Gesprächen, Lesen und Musik vertrieben.
Unser Ziel war Trier, eine der ältesten Städte Deutschlands. Die Stadt ist vor allem für ihre römische Geschichte bekannt, zum Beispiel für die berühmte Porta Nigra. Auch wenn wir an diesem Abend nichts mehr besichtigen konnten, war es ein tolles Gefühl, in so einer historischen Stadt anzukomme, und sich bewusst zu machen, dass man sich an einem Ort mit viel Vergangenheit befindet.
Gegen 23:00 Uhr kamen wir schliesslich in der Jugendherberge an. Nach der Ankunft bezogen wir unsere Zimmer, haben noch ein bisschen entspannt und uns etwas zu essen geholt. Danach ging es relativ schnell ins Bett, da am nächsten Tag das Programm starten sollte.



Am Montag startete dann die eigentliche Formation Transfrontalière. Die übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Belgien und Luxemburg kamen erst an diesem Tag an, da ihre Anreise kürzer war. Das Frühstück war immer zwischen 7:00 und 9:00 Uhr was sehr angenehm war, da jeder in seinem eigenen Tempo in den Tag starten konnte.
Der erste Programmpunkt war das Kennenlernen. Durch verschiedene Spiele, kleine Gruppenübungen sowie eine Challenge, bei der wir unterschiedliche Aufgaben von den Leitern bekamen, wurde schnell für Auflockerung gesorgt. Die Aufgaben mussten wir innerhalb einer bestimmten Zeit erledigen. Dazu gehörten zum Beispiel das Erstellen einer Tanzchoreografie, das Ausfüllen eines Steckbriefs über eine andere Person, das Machen eines Gruppenfotos oder das Drehen eines Werbevideos für die Formation.
Anfangs war die Situation noch etwas ungewohnt, da wir uns alle noch fremd waren, doch die Stimmung wurde schnell locker. Man kam ins Gespräch und merkte, dass alle offen waren, neue Leute kennenzulernen.
Im Laufe des Tages wurden uns auch die Ziele der Formation erklärt. Dabei ging es vor allem darum, die Zusammenarbeit zwischen den Ländern zu fördern, neue berufliche Perspektiven kennenzulernen und interkulturelle Kompetenzen zu stärken.
An den folgenden Tagen war das Programm sehr abwechslungsreich aufgebaut. Es gab viele Workshops, in denen wir in Gruppen gearbeitet haben. Dabei haben wir uns mit Themen wie Projektplanung, kulturelle Unterschiede, Konfliktlösung, Internationale Jugendarbeit, Erasmus+ und vielem mehr beschäftigt. Besonders interessant war es, direkt von den anderen Teilnehmern sowie von den Leitern zu hören, wie es bei ihnen abläuft.



Ein grosser Teil des Programms bestand aus Gruppenarbeiten. Wir mussten gemeinsam Aufgaben lösen, Projekte entwickeln und unsere Ergebnisse am Ende präsentieren. Dabei wurden wir von einem Dolmetscher unterstützt, was ein wichtiges Ziel der Formation widerspiegelt, dass sich jede Person zu 100 % einbringen kann entweder in der Muttersprache oder in der Sprache, die er am besten beherrscht. Dadurch konnten sich alle gut verständigen und aktiv an der Zusammenarbeit teilnehmen.
Neben dem fachlichen Teil gab es auch viele lockere Momente. In den Pausen und am Abend haben wir viel miteinander geredet, gelacht und uns besser kennengelernt. Einige Abende verbrachten wir gemeinsam, zum Beispiel bei Spaziergängen durch Trier oder beim Zusammensitzen und Kartenspielen im Aufenthaltsbereich. Dadurch ist die Gruppe immer mehr zusammengewachsen.
Auch organisatorisch war alles gut geplant. Das tägliche gemeinsame Mittagessen, das wir täglich Dank schönem Wetter in der Sonne geniessen konnten, war ein fester Bestandteil unseres Tages. Der restliche Ablauf war klar strukturiert und abwechslungsreich gestaltet.
Im Laufe der Woche habe ich gemerkt, wie ich offener im Umgang mit anderen geworden bin, besonders im internationalen Kontext. Man hat nicht nur neue Leute kennengelernt, sondern auch viel über andere Kulturen und Denkweisen erfahren. Das hat meinen Blick auf viele Dinge erweitert.



Am Ende der Woche fiel der Abschied nicht leicht. In kurzer Zeit sind viele neue Kontakte und sogar Freundschaften entstanden. Die Formation Transfrontalière war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung, sowohl persönlich als auch im Hinblick auf meine Zukunft.
Ich würde auf jeden Fall wieder an einem solchen Training teilnehmen, da man nicht nur fachlich viel lernt, sondern auch viele unvergessliche Erlebnisse sammelt.