Mein Abschlussprojekt zum Thema Mentale Gesundheit an der Oberschule Vaduz.

Ich bin rosentraum_16 und habe seit längerem mit psychischen Herausforderungen zu kämpfen.
Da ich immer mehr mitbekomme, dass viele Jugendliche damit kämpfen, möchte ich das Thema ansprechen. Es betrifft nicht nur mich, sondern auch viele andere.
Ich erinnere mich noch, wie alles angefangen hat. Am Anfang dachte ich, jeder fühlt sich so. Als ich merkte, dass das nicht stimmt, konnte ich es zuerst nicht glauben. Ich fühlte mich allein und wusste nicht, wie ich damit umgehen soll.
Mein Ziel ist es, dass Jugendliche, die ähnliche Probleme haben, wissen, wo sie Hilfe bekommen können. Ich möchte Tipps geben und zeigen, dass niemand allein ist. Hilfe zu holen ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche. Ich weiss, dass es nicht einfach ist, aber in meinem Abschlussprojekt möchte ich das Thema erklären und über verschiedene Hilfsangebote informieren.

Definition
Psychische Herausforderungen sind Belastungen, die unser Denken, Fühlen und Erleben beeinflussen. Sie können durch äussere Faktoren entstehen, zum Beispiel durch Schule, Arbeit, Familie oder soziale Medien, aber auch durch innere Faktoren wie hohe Erwartungen an sich selbst oder belastende Gedanken. Psychische Herausforderungen treten auf, wenn Anforderungen, Druck oder Probleme über längere Zeit zu viel werden und Betroffene nicht genug Unterstützung oder Erholung haben, um damit umzugehen.
Gründe für psychische Belastungen
In der Schule oder Arbeit:
- Hoher Leistungsdruck oder zu viele Aufgaben
- Zeitdruck– man muss alles schnell schaffen
- Wenig Anerkennung oder Wertschätzung, obwohl man sich Mühe gibt
Im sozialen Umfeld:
- Streit oder Mobbing
- Fehlende Unterstützung von Lehrpersonen, Kolleg:nnen oder Freund:innen
- Schlechtes Umfeld – man fühlt sich ausgeschlossen oder unfair behandelt
Im privaten Bereich:
- Probleme in der Familie oder im Freundeskreis
- Eigene Krankheit oder Sorgen um Angehörige
- Angst vor der Zukunft (z. B. Noten, Job, Geld)
Persönliche Voraussetzungen/Risikofaktoren:
- Vorbelastungen sind frühere psychische Probleme oder schwere Erfahrungen. Sie können dazu führen, dass Stress, Druck oder Konflikte schneller zu Überforderung führen. Menschen mit Vorbelastungen brauchen oft mehr Pausen und Unterstützung. Sowas kann man auch von der Familie erben. Aber: Vorbelastungen verursachen nicht automatisch psychische Belastungen, sie erhöhen die Anfälligkeit dafür.
Folgen & Umgang
Wenn psychische Belastungen über längere Zeit zu gross werden, kann sich das auf Körper, Gedanken und Gefühle auswirken. Betroffene fühlen sich oft dauerhaft gestresst, erschöpft oder traurig.
Mögliche psychische und emotionale Folgen:
Anhaltender Stress oder innere Unruhe
Erschöpfung
Konzentrationsprobleme
Traurigkeit
Mögliche körperliche Symptome:
Schlafprobleme
Kopf- oder Bauchschmerzen
Verspannungen
Müdigkeit
Appetitlosigkeit
Mögliche Veränderungen im Verhalten:
Rückzug von Freund:innen oder Familie
Weniger Motivation für Schule, Arbeit oder Freizeit
Reizbares oder impulsives Verhalten
Das kann helfen:
Wichtig ist, darüber zu reden (z. B. mit Freund:innen, Eltern, Lehrpersonen oder der Schulsozialarbeit) und sich Pausen zu gönnen, damit sich der Körper wieder erholen kann. Zudem hilft es, früh auf Warnsignale zu achten und rechtzeitig Grenzen zu setzen.
Um besser mit solchen Belastungen umzugehen, gibt es verschiedene hilfreiche Skills und Strategien, die den Körper entlasten und gleichzeitig für mehr innere Ruhe sorgen können.
Zum Runterkommen (Stress abbauen):
- Tief ein- und ausatmen (z. B. 4 Sekunden ein, 6 aus)
- Musik hören oder einen ruhigen Ort aufsuchen
- Warmen Tee trinken oder warm duschen
- Kurz spazieren gehen oder sich bewegen
Um sich wieder zu spüren (ohne Schaden):
- Etwas Kaltes halten (z. B. Kühlpack oder kaltes Wasser)
- Etwas Festes drücken (Stressball, Kissen)
- Barfuss auf dem Boden stehen und den Körper bewusst wahrnehmen.
- Beschreiben, was man sieht, hört, fühlt (5-4-3-2-1-Methode)
Gefühle loswerden:
- Gefühle aufschreiben oder zeichnen
- Musik machen oder kreativ sein
- Mit jemandem reden, dem man vertraut
Anlaufstellen
Du weisst nicht mehr weiter? Hier findest du kostenlose und anonyme Unterstützungsangebote.

Die Schülerin hat sich im Rahmen ihres Abschlussprojekts an der Oberschule Vaduz mit dem Thema mentale Gesundheit auseinandergesetzt. Aufgrund persönlicher Betroffenheit erscheint dieser Artikel anonym. Zum Projekt gehören neben dem Artikel ein Plakat mit Anlaufstellen für Schulen sowie eine Unterrichtslektion.
Weitere Literatur zum Thema:
https://aha.li/psychische-gesundheit
https://www.jugendinfo.at/wp-content/uploads/2022/08/Wie-geht-es-dir_fin_web.pdf
