Junge Stimmen, grosse Wirkung: Beim jubel-Forum 2025 in Liechtenstein kamen am 14. Mai rund 80 engagierte Jugendliche und Erwachsene im SAL Schaan zusammen, um gemeinsam über die Themen zu diskutieren, die junge Menschen wirklich bewegen – offen, kreativ und auf Augenhöhe.
Am 14. Mai 2025 brachte das jubel-Forum im SAL Schaan Jugendliche aus ganz Liechtenstein zusammen, die mit viel Energie und frischen Ideen über die Themen diskutierten, die sie wirklich bewegen.
Der Event startete um 9 Uhr morgens mit einer Begrüssung durch das Moderatorenteam Alina und Keano. Sie erläuterten kurz den Ablauf, dann ergriff der neue Regierungsrat Emanuel Schädler das Wort.
In diesem Jahr konnten erstmals nicht nur Klassensprecher:innen teilnehmen, sondern jeweils zwei frei gewählte Personen pro Klasse. So waren auch viele engagierte Jugendliche dabei, die sonst keine offizielle Funktion innehaben.
Die rund 80 Teilnehmenden, 50 Jugendliche und 30 Erwachsene, begaben sich nun an die zugeteilten Tische. Jeder Tisch widmete sich einem der folgenden Themen: „Voice Up”, Beteiligung in der Schule, Gemeinsam gestalten, KonsumKicks, FutureCheck, „Arbeitswelt & du”, „Better together – zusammen stark!”, „Liechtenstein Vibes”, „MentalFit: Aktiv für dein Wohlbefinden” und „Grenzenlos: Jugendbegegnungen im Ausland”.
Jede Gesprächsrunde wurde von einem oder mehreren Expert:innen begleitet, was einen schnellen Einstieg in die jeweiligen Themen ermöglichte. Die dafür vorgesehenen 45 Minuten vergingen wie im Flug und bald folgte bereits die erste Pause. Nach der Verpflegung ging es dann mit der zweiten Diskussionsrunde weiter. Die Teilnehmenden wechselten nun an einen anderen Tisch, der ihnen zugeteilt wurde. Somit konnte jeder Einblick in zwei verschiedene Themen erhalten. Nach weiteren 45 Minuten war auch diese Runde beendet. Daraufhin präsentierten alle Tische ihre Ergebnisse aus den Diskussionsrunden.
Diskutieren, hinterfragen, mitgestalten
An den verschiedenen Tischen lag der Fokus auf unterschiedlichen Themen: Während einige vor allem der Informationsvermittlung dienten, boten andere Raum für kreative Diskussionen und neue Ideen. So wurde unter anderem darüber gesprochen, dass das aktuelle Eintragssystem als unfair und nicht mehr zeitgemäss empfunden wird. Weitere Vorschläge reichten von der Idee, in Liechtenstein einen Escape Room zu schaffen, bis hin zu einem Portal zur Vermittlung von Brieffreundschaften.

An einzelnen Tischen erhielten die Jugendlichen zudem konkrete Informationen, beispielsweise darüber, dass das Busfahren für junge Menschen in Liechtenstein ab dem nächsten Jahr kostenlos sein wird. An anderen Tischen wurden Themen wie die Risiken von Vapes oder Strategien zur Stressvermeidung durch gute Planung behandelt. Auch Berufswahl, Berufsleben und Zivilcourage standen auf der Agenda und wurden gemeinsam reflektiert.
Nach einigen Verabschiedungsworten neigte sich das Event dem Ende zu. Der Grossteil der Teilnehmenden ging mit positiven Erinnerungen nach Hause und freute sich schon auf das nächste Jahr. Viele begrüssten die Konzeption des jubel-Forums, da es ihnen das Gefühl verleihe, mitreden zu dürfen. „Das jubel-Forum hat mir sehr gut gefallen, nicht nur weil man neue Leute kennenlernen durfte, sondern dass junge Leute wie wir mitreden durften, was nicht selbstverständlich ist.“ (Liana Antony)

Meine Erfahrung
Auch mir hat das jubel-Forum wieder sehr gut gefallen. Es fängt bei der guten Stimmung an, setzt sich mit den interessanten Gesprächen fort und endet bei den interessanten Begegnungen mit neuen Leuten. So konnte ich nicht nur meine persönliche Meinung in den zwei Diskussionsrunden einbringen, sondern auch die Meinungen von anderen hören und somit mein Blickfeld in den Themen weiten. Als ich beispielsweise am Tisch Voice Up mitdiskutierte, erhielt ich Einblicke in Kleiderordnungen und Eintragssysteme anderer Schulen.
Dabei wurde mir bewusst, dass unser vermeintlich strenges System im Vergleich zu vielen anderen gar nicht so streng ist. Trotzdem faszinierte mich gleichzeitig, dass alle ungefähr mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben. Im Gegensatz dazu fand ich interessant wie viele unterschiedliche Perspektiven es am Tisch „Grenzenlos“ gab. Während sich die anderen eher mit Camps oder Jugendlagern im thematischen Rahmen beschäftigten, brachte ich den Aspekt der Brieffreundschaften in die Diskussion ein. Aber – und genau das finde ich das coole am jubel-Forum – auch meine Idee wurde sofort mit aufgenommen und mitdiskutiert. Genau diese Mischung an unterschiedlichsten Sichtweisen, aber auch Toleranz und am Ende auch gewisse Verbundenheit unter den Teilnehmern macht das jubel-Forum so einzigartig und inspirierend. In meinen Augen ist es nicht selbstverständlich, dass ein Land seiner jungen Bevölkerung so etwas bietet und genau deshalb schätze ich das Event umso mehr. Darum kann ich das jubel-Forum wirklich jedem empfehlen. Unabhängig davon, welchen schulischen oder persönlichen Hintergrund man mitbringt, lebt das jubel-Forum gerade von der Vielfalt der Perspektiven – und genau das macht es so besonders.
Infos zu allen Themen findest du hier.