
Menschenrechte kreativ erleben in Nürnberg
18.–23. September 2025 | Nürnberg
Im Rahmen des Jugendaustauschs „Walk a mile in other shoes“ trafen sich vom 18. bis 23. September 2025 junge Menschen aus ganz Europa in Nürnberg. Gemeinsam mit dem Künstler Johannes Volkmann setzten sie sich eine Woche lang kreativ mit dem Thema Verständnis, Menschenrechte und Frieden auseinander. Das Projekt fand im Rahmen der Verleihung des Internationalen Menschenrechtspreises statt und wurde durch Erasmus+ unterstützt.
Im Podcast sprechen Stephanie und Lorena mit Junus vom aha über das Projekt „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ und ihre persönlichen Eindrücke.



Vier Teilnehmerinnen aus Liechtenstein berichten über ihre Erlebnisse:
Erfahrungsbericht
Unser Austausch in Nürnberg war wirklich ein einmaliges Erlebnis. Wir hatten die Chance, ein paar Tage lang mit anderen Menschen in unserem Alter, welche die gleichen Interessen teilen, in Verbindung zu treten. Wochen nach dem Aufenthalt stehen wir alle noch in engem Kontakt mit den neu geschlossenen Freundschaften.
Da das Thema dieser Woche die Friedensbildung war, haben wir uns sehr genau damit auseinandergesetzt. Wir lernten, was Frieden eigentlich für jede:n von uns einzeln heisst und versuchten uns in die Lage anderer zu setzen. Viele streben nach Frieden, wissen aber nicht genau, wo sie anfangen sollen. Das Projekt hat uns gezeigt, dass man auch klein anfangen kann.
Der erste Schritt ist loszulassen. Man kann keinen Weltfrieden erreichen, wenn man nicht mit sich selbst in Frieden lebt. Es war ein wirklich besonderes Gefühl, dieses Thema gemeinsam mit anderen zu behandeln, die sich ebenfalls dafür interessieren.
Als Abschlussprojekt der Woche standen die Verkehrsschilder der Gerechtigkeit im Mittelpunkt. Wir setzten uns in Gruppen zusammen und überlegten, was uns wichtig ist und wie wir diese Message in einfachen Worten und Bildern in die Welt tragen können. Dabei entstanden verschiedene Verkehrsschilder, jedes mit einer ganz eigenen Bedeutung.
Für eines unserer gestalteten Schilder entschieden wir uns für eine Sackgasse mit einem schmalen Weg. Uns war es wichtig, rückgreifend auf das Gespräch mit den Friedenspreis-Gewinnerinnen zu zeigen, dass Frieden der einzige richtige Weg ist. Deshalb platzierten wir das Wort „Hate“ in der Sackgasse und das Wort „Peace“ am Ende der Strasse. Damit wollten wir zeigen, dass man nur mit Frieden durchs Leben gehen kann.
Rückblickend können wir nur sagen, wie dankbar wir sind, dass wir an diesem Projekt teilnehmen durften. Es war eine unbeschreibliche Woche, in der wir viel gelernt haben, Spass hatten und viel fürs Leben mitnehmen konnten.
Stephanie, Lorena, Lena und Hannah

