Kinderarbeit bedeutet, dass Kinder arbeiten müssen, obwohl sie noch zu jung sind. Die Arbeit ist oft gefährlich, ausbeuterisch oder schadet ihrer Gesundheit und Entwicklung. Viele Kinder können deshalb nicht zur Schule gehen. Laut UNICEF sind weltweit rund 138 Millionen Kinder betroffen.

Von der Industrialisierung bis heute
Die Kinderarbeit nahm mit der Industrialisierung in Europa und den USA zu. Sie war jedoch schon davor vorhanden. Kinder mit vier Jahren arbeiteten bereits häufig bis zu 16 Stunden Täglich in Mienen, Kohlegruben und der Textilindustrie. Manche von ihnen arbeiteten im Bergbau und verrichteten dort Arbeiten, welche nur von Kinder wegen der kleinen Größsse ausgerichtet werden kann. Im 1800 Jahrhundert war in den USA ca. ein Drittel der Fabrikarbeiter:/innen zwischen sieben und zwölf Jahren. Die Kinderarbeiten ermöglichen den Familien ein wichtiges Einkommen, jedoch leidet die Schulbildung der Kinder enorm. Aufgrund der hohen Mortalität bei der Arbeit an Maschinen wurden Kinder oft zwischen den Maschinenreihen und den heranrasenden Maschinengestellen verletzt. (www.wikipedia.de)
Zwischen Hitze, Chemikalien und Gefahr
Auf Tabak-, Kaffee- und Kakaoplantagen kommen Kinder mit giftigen Chemikalien in Kontakt und müssen über mehreren Stunden mit gebückter Haltung arbeiten und dies oft an der prallen Sonne. In engen und ungesicherten Stollen und Mienen herrscht eine unaushaltbare Hitze und eine kaum einatmungsbare Luft da diese mit Staub und Schwefel verdreckt ist. Die Kinder sind auch extrem anfällig ein Opfer von Menschenhandel und Missbrauch zu werden, da sie oft weit weg von zuhause arbeiten müssen und allein unterwegs sind. Ebenfalls können sie auf Grund ihrer Arbeit keine Schule besuchen, deshalb fehlt dort auch die Bildung. Sie können kaum lesen, schreiben oder Rechnen.
Die Ursachen hinter Kinderarbeit
Ein sehr häufiger Grund für die Kinderarbeit ist die Armut in vielen Ländern, Verstärkt wird die Arbeit wegen Naturkatastrophen oder Kriege. Solche Gründe zerstören die Lebensgrundlagen (Ernten, Häuser…) der ohnehin schon armen Familien. Nicht zu vergessen sind auch ökonomische Krisen, beispielsweise in Venezuela, mit immer steigenden Lebensmittelpreisen begünstigen die Arbeit der Kinder.
(www.caritas-international.de)
So kannst du helfen
- Achte auf faire Produkte: Kaufe Waren mit Labels wie Fairtrade. Diese stehen für bessere Arbeitsbedingungen.
- Kaufe Secondhand: Gebrauchte Kleidung spart Ressourcen und reduziert die Nachfrage nach neu produzierter Ware.
- Informiere dich bewusst: Schau genauer hin, woher Produkte kommen und wie sie hergestellt werden.
- Unterstütze Organisationen: Mit Spenden kannst du Projekte fördern, die Kinder schützen, z. B. bei Dreikönigsaktion (dka.at).
Kinderrechten in Liechtenstein
Auch in Liechtenstein gelten die Kinderrechte der UNICEF-Kinderrechtskonvention. Während Kinder in Liechtenstein geschützt sind, müssen weltweit Millionen Kinder arbeiten und können ihre Rechte nicht wahrnehmen.
Die Kinderlobby Liechtenstein setzt sich dafür ein, dass Kinderrechte in Liechtenstein eingehalten und gestärkt werden. Sie vertritt die Interessen von Kindern und Jugendlichen, macht auf bestehende Probleme aufmerksam und setzt sich politisch für bessere Rahmenbedingungen ein. Gleichzeitig informiert sie über Kinderrechte und stärkt das Bewusstsein dafür in der Gesellschaft. https://kijub.li/kinderlobby/
Quellen:
www.wikipedia.li

Hii, ich bin Sophia und Teil des aha – Jugendteams.